{"id":4111,"date":"2023-09-24T22:39:37","date_gmt":"2023-09-24T20:39:37","guid":{"rendered":"https:\/\/turmschiefbahn.de\/?p=4111"},"modified":"2023-09-25T11:05:33","modified_gmt":"2023-09-25T09:05:33","slug":"mehr-als-nur-ein-achtungserfolg-der-ersten-am-2-spieltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/turmschiefbahn.de\/?p=4111","title":{"rendered":"Mehr als nur ein Achtungserfolg der \u201eErsten\u201c am 2. Spieltag"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 2. Spieltag der Bezirksliga musste die \u201eErste\u201c dieses Mal ausw\u00e4rts fast an die holl\u00e4ndische Grenze reisen, n\u00e4mlich zu Turm Kleve II. Das am Ende des 6-st\u00fcndigen Spieltages die Schiefbahner nur mit einem 4-4 nach Hause reisen mussten, hatte sicherlich auch ein bisschen mit Pech zu tun. Die Heimmannschaft, welche mit drei starken holl\u00e4ndischen Spielern gespickt war, hatte sich viel vorgenommen, wollte die Heimtruppe doch mit aller Macht die Niederlage vom 1. Spieltag im heimischen Spiellokal wieder wettmachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da beide Mannschaften in ihrer Bestbesetzung gegeneinander antraten, konnte man sich zwar auf einen spannenden Spieltag beiderseits einrichten, dass er dann am Ende aber mal so richtig lang und dramatisch werden w\u00fcrde, damit war nun wirklich nicht zu rechnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nun der Reihe nach.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Den Reigen er\u00f6ffnete Ralf Siepen an Brett 6, der seinen Gegner mit der unorthodoxen englischen Verteidigung zum Gr\u00fcbeln brachte. Da sich auf dem Brett relativ wenig \u201eAction\u201c entwickelte und der Klever Spieler mit den wei\u00dfen Steinen eher behutsam und vorsichtig agierte, konnte Ralf mehr und mehr das Spiel ausgleichen. Als dann auch die Damen vom Brett verschwanden, nahm Ralf das Remisangebot seines Gegners nach kurzem Z\u00f6gern an, da ein Weiterspielen auf Gewinn nicht wirklich vielversprechend f\u00fcr den Schiefbahner aussah.<\/p>\n\n\n\n<p>Gero Meller an Brett 7 hatte seinen Gegner mit seiner Er\u00f6ffnung nicht nur \u00fcberrascht, sondern auch kr\u00e4ftig am K\u00f6nigsfl\u00fcgel in die Enge getrieben. Der Klever Spieler musste sogar auf die kurze Rochade verzichten, da er seinen K\u00f6nig schon bewegt hatte. Nun lag es an Gero einen gewinnbringenden Angriff auf der g- und h &#8211; Linie zu initiieren. Dieses Vorhaben stockte jedoch ein wenig, zumal der richtige Zeitpunkt f\u00fcr einen Bauernsturm mit g4\/h4 wohl verpasst wurde. Als dann der wei\u00dfe L\u00e4ufer auch noch auf dem Randfeld h2 ohne richtige Wirkung geparkt wurde, hatte Wei\u00df seine Angriffskraft verloren. Schlie\u00dflich musste sich Gero mit einem Remis begn\u00fcgen, da das Zentrum so geschlossen war, dass auch hier f\u00fcr Wei\u00df kein Durchkommen m\u00f6glich schien.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den beiden Punkteteilungen zu Beginn machte Fabian Kautny an Brett 8 kurzen Prozess mit seinem jungen Gegner. Ein fulminant vorgetragener Bauernvorsto\u00df auf der a- und b- Linie bis zur 3. Reihe sorgte daf\u00fcr, dass der gegnerische K\u00f6nig, der sehr \u201eoffen\u201c stand, geh\u00f6rig ins Schwitzen kam. Als dann im Laufe des Spiels Fabian immer mehr Herr der Lage wurde und zahlreiche Felder kontrollierte, machte sein Klever Kontrahent einige Zugfehler, sodass dieser forciert zwei Leichtfiguren und einige Bauern einstellte. Am Ende gewann Fabian die Partie recht deutlich und Schiefbahn f\u00fchrte zwischenzeitlich 2-1.<\/p>\n\n\n\n<p>Marvin Walter an Brett 4 musste sich fr\u00fch einem Bauernangriff am Damenfl\u00fcgel stellen, da er jedoch gen\u00fcgend Leichtfiguren (u.a. Sa6) zur Unterst\u00fctzung hatte, konnte er diesen Vormarsch beruhigt abwehren, ja sogar mit c5 einen Gegenangriff starten. Nach Abtausch eines Bauern schien der Angriff von Wei\u00df schon verpufft und Marvin konnte sich nun etwas entspannter den nachfolgenden Z\u00fcgen widmen. Das er dabei jedoch so viel Zeit verbrauchen w\u00fcrde, sollte ihm sp\u00e4ter in der Partie zum Verh\u00e4ngnis werden. In absoluter Zeitnot \u00fcbersah er, dass ein gegnerisches Turmschach durch eine Turmverteidigung ein sicheres Remis erzielt gehabt h\u00e4tte. Er entschied sich daf\u00fcr, den eigenen K\u00f6nig zu zentralisieren, was ihm einen spielentscheidenden Bauernverlust einbrachte. Das ihm im \u00fcbern\u00e4chsten Zug ein weiterer Fehler mit anschlie\u00dfendem Figurenverlust passierte, war wirklich Pech und schade, denn ein Remis w\u00e4re im Bereich des M\u00f6glichen gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Frank Nys an Brett 3 hatte in seiner Partie mit Zeitnot zu k\u00e4mpfen. Obwohl er eigentlich fast die ganze Partie mit den wei\u00dfen Steinen am Dr\u00fccker war, unterlag er letztlich nur, weil er den richtigen Moment verpasste, noch aktiver den Gegner mit seinem Bauernsturm auf der f-, g- und h-Linie in die Enge zu treiben. Als der Klever Spieler sich dann im Laufe der Partie einen Freibauern auf der b-Linie erarbeitete, konnte Frank diesen zwar mit seinem K\u00f6nig aufhalten, dennoch waren da ja auf beiden Seiten auch noch aktive T\u00fcrme mit von der Partie. Schlussendlich h\u00e4tte es f\u00fcr Frank wohl zu einem sicheren Remis gereicht, h\u00e4tte er einen der beiden T\u00fcrme getauscht. Da es dazu leider nicht kam, musste Frank dem sp\u00e4teren Druck seines Gegners nachgeben. Was n\u00fctzt schon das Sprichwort \u201eH\u00e4tte-H\u00e4tte- Fahrradkette\u201c. Schade nur f\u00fcr Frank und \u00e4rgerlich f\u00fcr ihn selbst, denn da war f\u00fcr den \u201eSchalker Jung\u201c mehr drin gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Zwischenstand von 3-2 f\u00fcr Kleve mussten nun also Viktoria K\u00fchn, Olena Sokalska und Benedikt Brinkmann den \u201eBock\u201c noch umsto\u00dfen, wollte man Kleve den Sieg nicht schon fr\u00fchzeitig \u00fcberlassen. Viktoria machte den Anfang und fegte ihren holl\u00e4ndischen Gegner am Spitzenbrett vom Tisch. Nach einer langen geschlossenen Stellung nahm Viktoria mit einem K\u00f6nigsangriff Fahrt auf und schaffte es sogar, die gegnerische Dame zu \u201everspeisen\u201c. Trotz einer Minderfigur hatte ihre eigene Dame jedoch soviel Macht und Felderkontrolle, sodass ihr holl\u00e4ndischer Kontrahent die Segel schlussendlich streichen musste \u2013 ein toll herausgespielter Sieg der Schiefbahner Spitzenspielerin. Es stand also nun wieder ausgeglichen im Mannschaftskampf mit 3-3.<\/p>\n\n\n\n<p><a><\/a> Olena an Brett 2 sah sich von Beginn an einem unorthodox spielenden holl\u00e4ndischen Spieler gegen\u00fcber, der auf die Caro-Kann-Verteidigung von Olena, immer wieder mit neuen kuriosen Z\u00fcgen antwortete. Das Olena nicht schon fr\u00fchzeitig daraus Kapital schlagen w\u00fcrde, war zwar \u00fcberraschend, dennoch muss man dem Klever Spieler zu Gute halten, dass er auch kein Spieler von \u201ePappe\u201c war und immer eine gute Fortsetzung in seinem Spiel fand. Es kam, wie es kommen musste und die beiden taktisch gepr\u00e4gten Spieler einigten sich auf ein sp\u00e4tes Remis. Zu diesem Zeitpunkt waren schon mehr als 5 Stunden Spielzeit in Kleve vergangen und beim Stand von 3,5-3,5 war nur noch die Partie an Brett 5 im Gange. Diese Partie hatte es wirklich in sich. Benedikt musste sein ganzes schachliches \u201eKnow-how\u201c auspacken, um dem 3. Holl\u00e4nder im Klever Team die Stirn zu bieten. Dies gelang ihm in vortrefflicher Weise. Jeden Angriff und jede Finte des Niederl\u00e4nders konnte er \u00fcber fast 6 Stunden (!!!) parieren, ja sogar ein eigenes Gegenspiel mit Gewinnchancen entwickeln. Der Klever Spieler brannte vor Ehrgeiz und hatte ein Remisangebot von Benedikt zu Beginn des Endspiels bereits ausgeschlagen. Das es am Ende jedoch nur zu einem Remis f\u00fcr Benedikt reichte, ist dem Umstand eines langen erm\u00fcdenden Kampfes am Brett geschuldet. Im letzten Moment \u00fcbersah n\u00e4mlich Benedikt eine Gewinnchance trotz der Zeitnot beider Spieler. Durch einen Qualit\u00e4tstausch von Turm und L\u00e4ufer h\u00e4tte der darauf enteilende wei\u00dfe Freibauer, der weit am Brettrand zur Umwandlung h\u00e4tte wandern k\u00f6nnen, die Partie zu Gunsten von Schiefbahn wohl entschieden. Da war es wieder, dieses allseits bekannte \u201eh\u00e4tte-h\u00e4tte\u201c. Sei es drum, ein 4-4 in Kleve ist nicht so schlecht, bedenkt man, dass die Heimmannschaft wohl nur zu Hause in Bestbesetzung in dieser Saison antreten wird. Schade nur, dass es ausgerechnet gegen uns so war\u2026 (Verfasser: Ralf Siepen)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 2. Spieltag der Bezirksliga musste die \u201eErste\u201c dieses Mal ausw\u00e4rts fast an die holl\u00e4ndische Grenze reisen, n\u00e4mlich zu Turm Kleve II. Das am Ende des 6-st\u00fcndigen Spieltages die Schiefbahner nur mit einem 4-4 nach Hause reisen mussten, hatte sicherlich auch ein bisschen mit Pech zu tun. 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