1. Mannschaft – Tabellenführung behauptet

Die Runde fünf führte uns nach Kevelaer. Die erste größere Aufregung ging aber bereits vor Spielbeginn los. Nachdem wir zunächst nur Benedikt ersetzen mussten, sah die Aufstellung wieder mal sehr gut aus, aber morgens wachte Felix leider erkrankt auf. Zum Glück war Alan kurzfristig bereit, einzuspringen. Parallel fehlte am Schachheim auch noch Fabian …

Der Wecker bzw. die anrufenden Mannschaftsspieler waren zu leise zum Wecken, so sprang Nicolai kurzfristig ein. Kurz vor der Autobahn versuchte er ein letztes Mal, Fabian zu erreichen – diesmal mit Erfolg. Also wurde Fabian kurzfristig eingesammelt und Nicolai brachte ihn mit Warpgeschwindigkeit noch vor Spielbeginn nach Kevelaer. An dieser Stelle noch einmal ein dickes Dankeschön an Alan und Nicolai!

Die Gastgeber hatten offensichtlich auch ein paar organisatorische Probleme, sodass wir alle relativ entspannt und mit etwas Verspätung starten konnten.

Ich war ungefähr bei Zug 10, suchte vergeblich nach einem Kaffee, da wurde Linus’ Brett bereits aufgeräumt. Keine Ahnung, was da passiert war, aber nach so kurzer Zeit ein 1:0 war natürlich mehr als erfreulich.

Alan lieferte eine sehr gute Partie ab, kam in ein Springerendspiel, nutzte aber die falsche Abfahrt und musste den Mannschaftskampf auf Ausgleich stellen.

Tashi stand die ganze Partie über aktiver und konnte beim Übergang ins Endspiel seinen Vorteil in einen Bauern ummünzen. Leider spielte sein Gegner in der schwierigen Stellung sehr präzise und konnte ein Remis erkämpfen. Immerhin blieb ein halber Punkt hängen.

Nils stand ausgeglichen, lehnte zwischenzeitlich ein Remis ab und konnte – natürlich mit Springer gegen Läufer – seinen Springer in eine Qualität ummünzen. Da sich bis auf die Qualität alle Figuren abtauschten, war der Rest nur noch Formsache.

Ich selbst konnte mit einem Läuferpaar gegen Turm und Bauer eine sehr bequeme Stellung erreichen. Der Gegner konnte keinerlei Gegenspiel entwickeln und sah sich zunehmendem Druck ausgesetzt. Das konnte ich ebenfalls in eine Qualität ummünzen, und damit war die Partie relativ einfach gewonnen.

Der Zwischenstand von 3,5:1,5 war aber trügerisch, denn die verbleibenden Partien sahen alle schwierig für uns aus.

Fabian stand „eigentlich“ mit zwei Mehrbauern auf Gewinn, die Stellung war aber relativ komplex und er musste ungewollt eine Qualität investieren. Mit Läufer gegen Turm war das Endspiel sehr unklar. Der Gegner konnte schneller in eine Dame umwandeln, aber Fabian konnte sich mit seinem f-Bauern in die klassische Pattstellung auf h1 retten, sodass noch ein halber Punkt hinzukam.

Marvin hatte seine etwas bequemere Stellung in ein schwieriges Endspiel eingetauscht: Mit Springer und einem Bauern weniger gegen Läufer sah es lange Zeit unklar aus, aber er konnte nach geschickten Abwicklungen mit seinem Springer den vorletzten Bauern pflücken, und der Läufer des Gegners hatte die falsche Farbe, um den Randbauern umzuwandeln. So konnten wir uns mit 4,5 Punkten knapp über die Ziellinie retten. Mit Frank rechnete zu diesem Zeitpunkt keiner mehr – er konnte durch genaues Spiel seinen Gegner in einem „eigentlich“ kaputten Endspiel überlisten und seine Serie auf 4,5 aus 5 ausbauen.

So ergab sich ein Endstand von 5,5 zu 2,5 Punkten, der knapper umkämpft war, als das Ergebnis vermuten lässt.

– Gero

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